Jakobsweg führt auch durch Moers
Alter Pilgerweg neu entdeckt

"Als Jakobsweg (span. Camino de Santiago) wird der Pilgerweg zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Spanien bezeichnet." - So der Einleitungssatz im Artikel der Open-Source-Enzyklopädie Wikipedia. Die Route mit ihren Zuwegen sei bereits in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts entstanden.

Im Jahre 1987 hatte der Europarat die Wege der Jakobspilger in ganz Europa zur europäischen Kulturroute erhoben und ihre Identifizierung empfohlen. Pünktlich zum Namensfest des Heiligen Jakobus am 25. Juli wurde eine Teilstrecke von Nimwegen - Kleve über Xanten nach Köln im Jahre 2007 nun auch auf Moerser Stadtgebiet durch Klebemarken an Verkehrszeichenpfählen und markanten Bäumen ausgezeichnet. Ein großes "Vergelt's Gott!" gebührt für dieses Werk übrigens dem Wanderwegewart des "Verein Niederrhein" (VN), Herrn Torsten Terhorst aus Düsseldorf!

Weitere Informationen zum Jakobsweg 
Umfangreiche Literaturangaben, Übersichtskarten und Wegbeschreibungen finden Sie in den folgenden Wikipedia-Artikeln (WP) sowie weiteren Links:

 

 

 

 


Verlauf des Jakobsweges auf Moerser Stadtgebiet

Der Pilgerweg orientiert sich meistens an bereits vorhandenen, ausgeschilderten  Rad- und Wanderwegen und weicht nur manchmal davon ab.
 

Von Rheinberg-Vierbaum kommend, verläuft der Weg zunächst über die Hauptwanderstrecke (HWSt) "X12" und NiederrheinRoute (NR) zum Loheidesee. Die Terrasse des alten Kreisbahnhofs Loheide - heute ein nettes Ausfluglokal - bietet dem Pilger eine gute Rast und einen wunderschönen Seeblick. Nach dem Passieren des Geländes des "Segelclubs Loheidersee" zweigt der Weg bald links vom See aus ansteigend ab. Am breiten Querweg nicht auf "X12" und "NR" weiter, sondern geradeaus weiter über die Rundwanderstrecke "DU" durch ein herrliches Waldstück, das vom Orkan Kyrill leider etwas zerzaust wurde.
 
Am Sportplatz Baerl biegt der Pilgerweg rechts ab und verläuft zunächst hinter Gartengrundstücken weiter. Unmittelbar dahinter geht es rechts über die Autowandererrundweg "A 7" auf schmalen Pfaden weiter durch den Baerler Busch. Der Weg quert auf einer Fußgängerbrücke die Kreisstraße, die alte Zechenbahn und die Bundesautobahn A 42. An der nächsten Wegkreuzung - etwas abschüssig - führt die Pilgerstrecke rechts über "A 9" idyllisch am Waldsee entlang, bis er auf die alten Industriebahngleise stößt. Hinter dem Bahnübergang stößt der Weg wieder auf die HWSt "X 12" und die "NR" Richtung Moers Eick-Ost.
 
Nach Überquerung der Römerstraße geht es auf der Orsoyer Allee an der Siedlung und dem Sportplatz vorbei bis kurz vor dem Moerser Brauhaus. Dort schlängelt sich der Pilgerweg gemeinsam mit HWSt "X12" durch ein unaufgeräumtes Büschchen, quert die Rheinberger Straße (ehem. B 57) und führt nach Überquerung der breiten Rathausallee auf der Friedenstraße an der schön im Grünen gelegenen evang. Kirche Utfort und ihrem Friedhof vorbei, ein paar hundert Meter über die Buschstraße Richtung Kampstraße. Auf der Kampstraße geht es ein kleines Stück nach rechts und direkt hinter dem Brückengeländer links herunter der HWSt "X 12" folgend - teils auf sehr schmalem Pfad - am Moersbach entlang bis zum Großparkplatz "Moerser Benden". Dort führt der Weg über eine Fußgängerbrücke zwischen Moerser Rathaus und Finanzamt auf das Kaufzentrum "Neumarkteck / Braun" zu. Dort verläuft der Pilgerweg rechts etwa 50 Meter über den Unterwall, um dann links in die mit kleinen alten Häusern bebaute Fieselstraße abzubiegen. Die Fußgängerzone Neustraße überquerend, am romantischen Pumpeneck vorbei, zweigt die Pilgerstrecke links in die Haagstraße mit einigen schön restaurierten Bürgerhäusern ein. Dieser folgt sie bis zur Evangelischen Stadtkirche, um dann an der alten Sozietät (irischer Pub) rechts am Kastellplatz entlang, am alten Landratsamtsgebäude (vor dem heutigen VHS-Gebäude befindet sich ein Mahnmal zur NS-Zeit!) vorbei, zur katholischen St. Josefkirche bzw. zum Moerser Schloss zu führen.
 
Es geht rechts am Schloß vorbei durch den alten Park mit seinen mächtigen Bäumen in Richtung Gartenstraße über die schmale Fußgängerbrücke des Stadtgrabens. Ein kleines Stück verläuft der Weg über die alte Wallanlage, um dann später an einer Ampelkreuzung die Filder Straße zu überqueren. Im Ohl geht es in Moers-Vinn nach Querung der Otto-Ottsen-Straße an der sich in einem graufarbenen Wohngebäude befindlichen Freien evangelischen Gemeinde vorbei durch eine schmale Furt zur Kaiserstraße. Dort folgt der Pilgerweg dem Wanderzeichen "N" Richtung Autobahnabfahrt Moers-Zentrum. Der Weg führt weiter auf "N" Richtung Moers-Schwafheim und biegt am Ende des Heidewegs, kurz hinter der architektonisch interessanten evangelischen Kirche Schwafheim, rechts in die Felder ab.
 
Nach dem ersten Feld geht es zunächst links etwas abwärts in den Schwafheimer-Bruch-Kendel. Dort folgt der Pilgerweg dem Graben auf nordöstlicher Seite in Richtung DU-Rumeln auf der "NR" (längere Zeit ist kein Pilgerzeichen zu sehen!). Der Weg mündet am Ende nach einer Schlängelbewegung an Gehöften vorbei (Am Steinbrink) an der Düsseldorfer Straße an einer Haltestelle bzw. am grünen Raiffeisenmarkt.

 
Nach der Überquerung der Düsseldorfer Straße (Fußgängerampel) verläuft der Weg über die baufällige Colve-Eisenbahnbrücke, um dann rechts abschüssig in Richtung Toeppersee zu führen. Bei Erreichen des Sees wird die Wasserskianlage rechts liegen gelassen, um den westlichen Uferweg zu benutzen (keine anderen Wanderzeichen!). Ungefähr am Hallenbad vorbei mündet der Weg im Stadtteil DU-Rheinhausen-Bergheim.
 

Text: Thomas Nolte (http://www.t-nolte.de/jakobsweg.htm)
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[Thomas Nolte]
   25.07.2007 00:00


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